Die Lofoten im Überblick
Die Lofoten liegen in Nordnorwegen auf rund 68 Grad Nord, 150 bis 190 Kilometer nördlich des Polarkreises. Die Inselkette zieht sich von Südwest nach Nordost, von Moskenesøya mit Å und Reine bis Austvågøya mit Svolvær. Dazwischen liegen Flakstadøya, Vestvågøya als größte Insel und das kleine Gimsøya. Alle Hauptinseln sind über die E10 mit Brücken und Tunneln verbunden.
Für Angler ist die Lage entscheidend für die Fischerei: Im Süden liegt der geschützte Vestfjorden, in den jeden Winter der Skrei zum Laichen zieht. Im Norden liegt das offene Nordmeer. Zwischen den Inseln drückt die Tide das Wasser durch enge Sunde, und genau diese Strömungen machen die Lofoten so fischreich.
So liest du die Tiefenkarte
Die Farben zeigen die Wassertiefe, so wie auf norwegischen Seekarten: Je dunkler das Blau, desto flacher. Die hellen Flächen im Vestfjorden sind 200 bis über 300 Meter tief. Die Linien markieren 10, 20, 50, 100, 200 und 300 Meter, und beim Reinzoomen erscheinen die Tiefen in Metern als kleine Zahlen.
Für Angler sind vor allem die Übergänge interessant. Wo die Linien eng zusammenliegen, fällt der Grund steil ab. An solchen Kanten stehen Dorsch und Skrei. Flache Plateaus in 30 bis 50 Metern mit Sand sind die Reviere des Heilbutts im Sommer. Und die Sunde zwischen den Inseln, in denen es plötzlich flach wird, bringen bei Tidenwechsel starke Strömung.
Skrei im Winter
Die roten Flächen zeigen, wo im Winter der Skrei steht. Das Hauptgebiet liegt auf der Südseite vor Henningsvær rund um den Henningsværstraumen, weitere Fänge gibt es im Vestfjorden vor Stamsund und Ballstad. Auch die Nordseite ist sehr gut, wegen des raueren Wetters aber oft nicht erreichbar. Mehr dazu im Ratgeber Skrei angeln.
Küste aus OpenStreetMap, Tiefen aus dem europäischen Tiefenmodell EMODnet mit einer Auflösung von etwa 115 Metern. Einzelne Untiefen und Steine sind darin nicht enthalten. Die Karte ist nicht für die Navigation gedacht, auf dem Wasser gehört eine offizielle Seekarte an Bord, etwa von Kartverket.
Strömungen und Sunde
Moskstraumen
Einer der stärksten Gezeitenströme der Welt, zwischen der Südspitze von Moskenesøya und der Insel Mosken. Rund vier Kilometer breit, 40 bis 60 Meter tief, mit bis zu sechs Knoten Strömung. Das norwegische Seehandbuch warnt, dass er bei Wintersturm für kleine Boote unpassierbar sein kann. Kein Revier für Mietboote. Auf der Karte zeigen
Nappstraumen
Sund zwischen Flakstadøya und Vestvågøya, die E10 führt im Tunnel darunter durch. Bei laufender Tide zieht viel Wasser durch, beliebt bei Meeresanglern auf Dorsch und Köhler. Auf der Karte zeigen
Henningsværstraumen
Strömung vor Henningsvær auf der Südseite. Im Winter das Herz des Skrei-Fangs: Hier stehen die Laichdorsche oft am dichtesten. Die Straße nach Henningsvær führt über mehrere Brücken und Sunde, an denen die Tide kräftig läuft. Auf der Karte zeigen
Gimsøystraumen
Sund zwischen Gimsøya und Austvågøya mit der Brücke der E10. Typische Strömungsstelle: Bei jedem Tidenwechsel kommen Futterfische und Räuber an die Kanten. Beim Angeln an der Brücke auf den Verkehr achten. Auf der Karte zeigen
Raftsundet
Sund zwischen Austvågøya und Hinnøya, hier liegt auch die Einfahrt zum Trollfjord. Die Grenze der Lofoten zu den Vesterålen. Auf der Karte zeigen
Fischerdörfer und Orte
Å
Das Ende der E10 ganz im Süden. Altes Fischerdorf mit Stockfischmuseum, von hier sieht man Richtung Moskstraumen. Auf der Karte zeigen
Reine
Eines der bekanntesten Fischerdörfer der Lofoten, umgeben von steilen Bergen. Gute Basis für den Süden. Auf der Karte zeigen
Hamnøy
Kleines Fischerdorf mit roten Rorbuer direkt an der E10. Auf der Karte zeigen
Nusfjord
Eines der besterhaltenen Fischerdörfer Norwegens, in einer engen Bucht auf Flakstadøya. Auf der Karte zeigen
Ballstad
Fischerdorf im Süden von Vestvågøya mit großem Hafen. Im Winter einer der Orte, von denen die Boote zum Skrei rausfahren. Auf der Karte zeigen
Leknes
Zentrum von Vestvågøya mit Einkaufsmöglichkeiten und Flughafen. Auf der Karte zeigen
Stamsund
Hafenort auf Vestvågøya, hier legen die Schiffe der Hurtigruten an. Auf der Karte zeigen
Henningsvær
Fischerdorf auf kleinen Inseln vor Austvågøya, über Brücken erreichbar. Einer der traditionsreichsten Häfen des Lofotfisket. Auf der Karte zeigen
Kabelvåg
Einer der ältesten Fischerorte der Lofoten, mit der großen Holzkirche, die alle Lofotkathedrale nennen. Auf der Karte zeigen
Svolvær
Größter Ort der Lofoten mit Flughafen, Hurtigruten-Hafen und Schnellboot nach Bodø. Viele Angelausflüge starten hier. Auf der Karte zeigen
Strände (Plattfisch vom Ufer)
Ramberg
Langer heller Sandstrand an der Nordseite von Flakstadøya. Ruhiges Angeln mit Naturköder auf Plattfisch. Auf der Karte zeigen
Haukland
Sandstrand im Nordwesten von Vestvågøya, gut für Familien und Plattfisch. Auf der Karte zeigen
Uttakleiv
Strand mit Felsen an beiden Seiten. An den Felsen Köhler und Pollack, auf dem Sand Plattfisch. Auf der Karte zeigen
Eggum
Offene Küste im Norden von Vestvågøya mit freiem Blick aufs Meer, im Sommer ein Klassiker für die Mitternachtssonne. Auf der Karte zeigen
Anreise
Fähre Moskenes
Autofähre nach Bodø auf dem Festland, Überfahrt rund 3,5 Stunden. Im Sommer frühzeitig buchen. Auf der Karte zeigen
Flughafen Leknes
Kleiner Flughafen mit kurzer Piste, Flüge mit Widerøe meist über Bodø. Auf der Karte zeigen
Flughafen Svolvær
Flughafen Helle bei Svolvær, Flüge mit Widerøe meist über Bodø. Auf der Karte zeigen
Häufige Fragen
- Wie groß sind die Lofoten?
- Die Inselkette ist von der Südspitze bei Å bis zum Raftsundet gut 100 Kilometer lang, auf der E10 sind es von Å bis Svolvær etwa 130 Kilometer. Die großen Inseln sind von Südwest nach Nordost Moskenesøya, Flakstadøya, Vestvågøya, Gimsøya und Austvågøya.
- Welche Inseln gehören zu den Lofoten?
- Die Hauptinseln sind Moskenesøya, Flakstadøya, Vestvågøya, Gimsøya und Austvågøya. Dazu kommen die kleinen Außeninseln Værøy und Røst weiter im Südwesten sowie unzählige Schären.
- Wo liegen die Lofoten auf der Karte?
- In Nordnorwegen, in der Provinz Nordland, nördlich des Polarkreises auf etwa 68° Nord. Zwischen den Inseln und dem Festland liegt der Vestfjorden, nördlich schließen die Vesterålen an.
- Wo kann man auf den Lofoten gut angeln?
- Vom Boot im Vestfjorden und an den Strömungen zwischen den Inseln, etwa am Nappstraumen oder Gimsøystraumen. Vom Ufer an Felskanten und Sunden mit Strömung und an Sandstränden wie Ramberg oder Haukland für Plattfisch.