lofotenangeln Angeltag planen
Ein Fjord auf den Lofoten in der Mitternachtssonne, halb über und halb unter der Wasserlinie fotografiert: oben spitze Berge und rote Fischerhütten, unten grünes Wasser mit Tang und Köhlern.

Angeln auf den Lofoten

Wo du vom Ufer und vom Boot angelst, was wann beißt und welche Regeln gelten. Der Ratgeber für alle, die nicht eine Woche lang suchen wollen, wo der Fisch steht.

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Oben im Sommerwasser

Von Juni bis September steht hier oben am meisten. Köhler ziehen in Schwärmen an den Strömungskanten entlang, im Hochsommer kommt die Makrele dazu, am Tang wartet der Pollack. Das ist die Tiefe für Einsteiger, für Familien und für alle, die einfach viel Fisch am Haken haben wollen.

Dafür brauchst du nicht mal ein Boot. Uferangeln funktioniert auf den Lofoten richtig gut, wenn man weiß, an welchen Felsen und Sunden es schnell tief wird und wann die Strömung kippt.

Ein Angler steht auf dunklen Felsen an einer Strömung auf den Lofoten und wirft eine Spinnrute aus.
Strömungskante an einem Sund. Kippt die Tide, beißen Köhler und Pollack oft im Minutentakt.
Ein großer Heilbutt liegt auf sandigem Grund in etwa 40 Metern Tiefe.

Heilbutt am Grund

Der Heilbutt ist der Fisch, wegen dem viele überhaupt auf die Lofoten kommen. Er steht auf Sandplateaus in 30 bis 50 Metern, kann über zwei Meter lang werden und lässt die Rute einfach nach unten krachen. Vom 20. Dezember bis 20. April hat er Schonzeit, unter 84 Zentimetern und über zwei Metern geht er zurück ins Wasser.

Heilbutt angeln auf den Lofoten

Ein Skrei, also ein laichreifer Kabeljau, schwimmt im dunklen blaugrünen Wasser des Vestfjords.
Skrei, Gadus morhua. Schlank und kräftig von der Wanderung aus der Barentssee, mit heller Seitenlinie und Bartfaden am Kinn.

Dorsch und Skrei an der Kante

Hinter dem Plateau fällt der Grund ab. An dieser Kante stehen die Dorsche. Von Januar bis April kommt der Skrei, voll da von Februar bis zum Saisonende im April. Das sind Dorsche aus der Barentssee, die zum Laichen in den Vestfjord ziehen. Die Lofoten leben davon, und für Angler ist es die Zeit der großen Fische.

Der Rest des Jahres gehört dem Küstendorsch. Den gibt es immer, aber für ihn gelten in Nordnorwegen eigene Schutzregeln. Welche das sind und wie viel Fisch du mit nach Hause nehmen darfst, steht im Ratgeber.

Ganz unten: Rotbarsch und Leng

Unter dem Dorsch, in ein paar Hundert Metern, stehen Rotbarsch und Leng. Der Rotbarsch ist nördlich von 62° streng geschützt: Angeln auf ihn ist nur vom 1. Juni bis 31. August mit Pilker oder Handleine erlaubt, Mindestmaß 32 Zentimeter.

Der Leng lebt meist in 300 bis 400 Metern am Grund und an Wracks. Für ihn brauchst du schweres Gerät, viel Blei und Geduld beim Hochkurbeln. Dafür ist er einer der besten Speisefische hier oben.

Ein orangeroter Rotbarsch mit großen Augen steht im Licht einer Lampe über felsigem Grund in der Tiefe.
Rotbarsch, Sebastes norvegicus
Ein langgestreckter, marmoriert brauner Leng mit Bartfaden liegt im Lampenlicht auf dem Meeresgrund.
Leng, Molva molva

Was wann beißt

Leine wieder hoch. Hier ist das ganze Jahr auf einen Blick: welcher Fisch in welchem Monat steht und wie viel Licht du hast.

Beste Angelzeit, ausführlich

Januar

Polarnacht bis etwa 4. Januar, Mitte Januar 3 Stunden Tag

  • Skrei
  • Köhler
  • Dorsch
  • Leng

Die ersten Skrei kommen. Kalt, oft windig, Heilbutt hat Schonzeit.

Februar

Das Licht kommt schnell zurück, Mitte Februar knapp 8 Stunden

  • Skrei
  • Köhler
  • Dorsch
  • Leng

Hauptzeit des Skrei im Vestfjord. Warme Kleidung, Flotation-Anzug.

März

Mitte März schon über 11 Stunden hell

  • Skrei
  • Köhler
  • Dorsch
  • Leng

Skrei-Höhepunkt, die Fischerdörfer sind voll mit Booten.

April

Mitte April fast 16 Stunden hell

  • Skrei
  • Köhler
  • Pollack
  • Dorsch
  • Steinbeißer
  • Leng

Skrei bis zum Saisonende voll da. Ab dem 21. April darf wieder auf Heilbutt geangelt werden.

Mai

Helle Nächte, ab etwa 26. Mai Mitternachtssonne

  • Köhler
  • Pollack
  • Dorsch
  • Steinbeißer
  • Leng
  • Heilbutt

Die Saison für Heilbutt beginnt, Steinbeißer am Grund.

Juni

Mitternachtssonne, 24 Stunden hell

  • Heilbutt
  • Köhler
  • Pollack
  • Dorsch
  • Steinbeißer
  • Leng
  • Rotbarsch
  • Makrele

Heilbutt und Köhler unter der Mitternachtssonne, ab dem 1. Juni darf auch auf Rotbarsch geangelt werden.

Juli

Mitternachtssonne bis etwa 17. Juli

  • Makrele
  • Köhler
  • Heilbutt
  • Pollack
  • Dorsch
  • Steinbeißer
  • Leng
  • Rotbarsch

Hochsommer: Makrele, Köhler, Heilbutt. Die beliebteste Zeit.

August

Mitte August noch 17 Stunden hell

  • Makrele
  • Köhler
  • Heilbutt
  • Pollack
  • Dorsch
  • Leng
  • Rotbarsch
  • Steinbeißer

Große Köhlerschwärme, Heilbutt, Makrele. Gute Uferzeit.

September

Mitte September 13 Stunden Tag, erste Polarlichter

  • Köhler
  • Makrele
  • Pollack
  • Dorsch
  • Leng
  • Heilbutt
  • Steinbeißer

Ruhiger, oft stabiles Wetter, Köhler und Dorsch.

Oktober

Polarlicht-Saison, Mitte Oktober gut 9 Stunden Tag

  • Köhler
  • Dorsch
  • Makrele
  • Pollack
  • Leng
  • Heilbutt

Wenig Betrieb, Dorsch und Köhler, Polarlichter am Abend.

November

Mitte November knapp 5 Stunden Tag, oft Sturm

  • Köhler
  • Dorsch
  • Leng
  • Heilbutt

Kurze Ausfahrten, Dorsch. Wetter entscheidet.

Dezember

Polarnacht ab etwa 7. Dezember

  • Köhler
  • Dorsch
  • Leng

Wenig Licht, ab dem 20. Dezember Schonzeit für Heilbutt.

Alles, was du vor der Reise wissen willst

Wo man vom Ufer angelt, wann der Skrei kommt, was du an Fisch ausführen darfst und welche Ausrüstung du wirklich brauchst. Kostenlos und ohne Haken, außer dem am Vorfach.

  1. Skrei angeln auf den Lofoten
  2. Uferangeln auf den Lofoten
  3. Beste Angelzeit auf den Lofoten
  4. Heilbutt angeln auf den Lofoten
  5. Angeln in Norwegen: Regeln und Fischausfuhr
  6. Ausrüstung und Köder für die Lofoten
  7. Mit Guide angeln in Nordnorwegen
  8. Angeln im Lofoten-Urlaub

Die Lofoten auf der Karte

Von Svolvær bis Å sind es gut 130 Kilometer Inselkette. Auf der Karte siehst du, wo die Strömungen laufen, wo die Fischerdörfer liegen und wie du hinkommst.

Zur großen Lofoten-Karte

Seekarte der Lofoten mit Wassertiefen: die Inseln Moskenesøya, Flakstadøya, Vestvågøya, Gimsøya und Austvågøya, der Vestfjorden im Süden mit über 300 Metern Tiefe und das Nordmeer im Norden. MoskstraumenNappstraumenGimsøystraumenÅReineBallstadHenningsværSvolværRambergHaukland
Küste © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), Tiefen: EMODnet Bathymetry (CC BY 4.0), eigene Darstellung. Nicht zur Navigation geeignet.

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Wähl den Monat, wie du angeln willst und worauf du Bock hast. Das Fangbuch zeigt dir, was dann beißt, in welcher Tiefe und welche Regeln gelten.

Wann bist du auf den Lofoten?

Der Balken zeigt, wie gut es in dem Monat insgesamt beißt. Rot heißt Hauptsaison.

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